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09. Februar 2012
 

Frontal21

 
nächste Sendung: 21.02.2012

Behörden gegen Bürger

Wiedermal keine objektive Berichterstattung.
Nur die scheinbar subjektiv betroffenen Gegner kommen mit laienhaften Kommentaren zu Wort. Befürworter qualifiziert nicht.
Man kann zu dem Projekt stehen wie man will, aber so einseitig kann man das nicht darstellen.
Journalismus im Bildzeitungsstil.

 

Hm, zwei Professoren, plus ein wohl anerkannter Experte aus dem Bereich Geologie sind für mich keine subjektiv betroffenen Gegner mit laienhaften Kommentaren.
Als Betroffener freue ich mich diese mir voher nicht bekannten Meinungen zu hören.

 

Es ist schon skandalös, wie eine Kulturlandschaft, die dort wachsenden Weine und die dort lebenden Menschen mißachtet werden.

Wieso ist eine einzige Straße so wichtig, dass man eine ganze Region dafür ruiniert? Meiner Meinung nach gibt es keinen einzigen denkbaren Grund, der so etwas rechtfertigen würde. Kein Wunder, dass die Sache 40 Jahre lang nicht realisert wurde; und eine Schande, dass nun im Jahr 2009 mit geliehenem Geld ein so großer Schaden angerichtet werden soll.

 

Natürlich hätte man noch mehr triftige Gründe anführen und belegen können, die gegen dieses Machwerk sprechen. Vielleicht gibt es ja mal eine komplette Sondersendung dazu, die noch deutlicher zeigt, wie viel Schaden die Region in ihren wirtschaftlich wichtigsten Bereichen (Fremdenverkehr und Weinbau) betroffen wäre. Selbst ein amtliches Gutachten kommt - endlich - nicht mehr darum herum, einen Rückgang des Fremdenverkehrs einzugestehen, obwohl sie die katastrophalen Auswirkungen der Bauzeit nicht einmal berücksichtigen!
Und Fakt ist einfach:
Eine Notwendigkeit für dieses Bauwerk wurde jahrzehntelang von der Bundesregierung verneint! Mit Recht, das geschätzte Verkehrsaufkommen reicht hinten und vorne nicht als Begründung für eine Quasi-Autobahn. Erst als Scharping in Rheinland-Pfalz Ministerpräsident wurde, drückte man das Vorhaben mit Tricks durch: Die Strukturschwäche des Landes wurde in die Kosten-Nutzen-Analyse hinein gerechnet (???), und das (strukturschwache!) Rheinland-Pfalz beteiligt sich an den Kosten - sauber!
Heide Weidemann

 

Teile Ihre Ansicht hinsichtlich der fehlenden Qualifikation des mehrfach zitierten und zuständigen Verkehrsministers. So wie er kann man mit diesem Thema nicht umgehen.

Im Gegensatz zu dem mehrfach zitierten Politiker empfinde ich die Gegner keinesfalls als laienhaft und die Argumente sind absolut nachvollziehbar.

Es handelt sich auf aus meiner Sicht um ein "Wahnsinns-Projekt", ein Relikt aus dem kalten Krieg. Paradoxerweise führt hier gerade die Finanzkrise und das dadurch hervorgerufene Konjunkturprogramm zu einer Geldverschwendung in ganz großem Stil. Man könnte die Mittel durchaus nachhaltiger verwenden!

Mein Lob gilt den Gegenern, die den nun scheinbar aussichtslosen Kampf dagegen nicht aufgeben.

Vielleicht kehrt doch noch Vernunft ein!

 

Guten Tag,

nun erstmal Gratulation zu diesem gelungenen Beitrag.

Zum Thema:
Was mich etwas stutzig macht:

Die Brücke soll die Leute schneller zum Flugplatz Frankfurt Hahn bringen, bezw. vom Fllughaven nach Westen. Man sollte also genau schauen, welche Tourismusregion gestärkt wird.

Und was passiert, wenn Ryan Air nach der konsolidierungsphase beschließt Hahn weniger oder gar nicht mehr anzufliegen? Gibts dann jeden Sonntag ne F14 Flugschau um die Touristen anzulocken?

just my 2 cents

 

Vernunft vermisse ich von Anfang an bei der Projektierung dieser Straße und ich habe auch keine Hoffnung mehr. Deshalb bete ich seit 10 Jahren darum, dass den Verwirklichern das Geld für dieses Grab ausgeht. Meine Gebete wurden erhört:
- Alle privaten Investoren sind abgesprungen wegen unseriöser Ausgangsdaten;
- der Staat ist pleite. -
Trotzdem wird die Brücke und alles was dazugehört für ca. 300 Millionen Euro gebaut zzgl. aller Instandhaltungskosten, die in 30 Jahren die Baukosten nochmals übertreffen werden.
Frei nach Luther: Wenn ich wüsste, das der Staat bankrott wäre, würde ich heute noch mit der Grundsteinlegung für ein Millioneprojekt beginnen.

Micha

 

Was nennt Autor Jorge objektiv?
Objektive Fakten im Fall der Monsterbrücke bei Ürzig sind:
1.) Brücke hat keinerlei militärstartegische Bedeutung mehr.Dies war im kalten Krieg der Hauptgrund für ohre Planung!
2.) Die Brücke paßt mit mehr als 145 Mio Euro Kosten nicht in die derzeitige Landschaft - weder in die reale noch in die finanzielle!
3.) Die Brücke soll dem Hahn Flügel verleihen und Passagiere und Fracht aus Benelux anziehen. Genau die wird jedoch schon in wenigen Jahren vom aufstrebenden Airport Bitburg "abgefangen".
Und schließlich, 4.) , wird die Brücke alle Chancen der Mosel auf Zuerkennung des Unesco-Welterbe-Status zunichte machen. Die Folge: Ein exorbitanter Schaden für die Wirtschaftskraft der Region!

 

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