Günter Schäfer, Verein "Initiative Schneller Ausbau der B 178" e.V.
Der Beitrag zur Moselbrücke zeigte treffsicher und ungeschminkt, wie die Lobby unsere Politik beherrscht.
Auch in der Oberlausitz gibt es ein solches Projekt, bei dem die Natur und die Landschaft den Lobbyinteressen geopfert werden "muss". Es ist der Bau der B 178neu: ca. 40 km neue Straße mit zahlreichen Brücken, aber völlig unnötig, denn zur Beseitigung aller (geringen) Verkehrsprobleme, die derzeit bestehen, genügte der Ausbau der vorhandenen Verkehrswege. Der Ausbau ist sogar vorteilhaft, denn er vermindert die Versiegelung, spart Investitionen und Unterhaltskosten, stört die Landwirtschaft weniger, zerschneidet nicht die Strukturen und zerstört nicht die Biotope...
Aber das Besondere ist, daß der Neubau den gesamten projektierten Verkehr von ca. 20.000 Kfz/d gegenüber den vorhandenen Straßen zu einem Umweg von ca. 15 km zwingt, was zu erheblichen Mehrkosten und Mehrbelastunge führt.
Alle Versuche, das Projekt zu stoppen und stattdessen die vorteilhafte, vernünftige Alternative Ausbau durchzusetzen, scheiterten an der Kraft der Lobby, die Politik gekauft hat und somit den "politischen Willen" formuliert.
Wir hatten vor Jahren zu dem Problem auch Redaktion von Frontal 21 informiert, leider wurde den Redakteuren damals die Sache wohl zu heiß.
Umso erstaunter bin ich über die gestrige Sendung!
Günter Schäfer.
P.S. Reichlich Material stünde zu einer Auswertung zur Verfügung. die