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10. Februar 2012
 

Frontal21

 
nächste Sendung: 21.02.2012

Zukunft der Energie

Um eine CO2-Einsparung von 95 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen zur erreichen, haben sich in Großbritannien mehrere Unternehmen unter der Leitung des Recycling-Unternehmens "Axion Energy" zusammengefunden. Die Gruppe, welche durch das Unternehmen "The Carbon Trust" zusammengeführt wurde, arbeitet an einem zukunftsfähigen Prozess, der aus Abfall-Biomasse Biokraftstoffe für den Verkehrssektor produzieren soll.

Biokraftstoffe aus organischen Abfallprodukten

In Großbritannien wird durch die "Renewable Transport Fuel Obligation (RTFO)" aktuell vorgegeben, dass fossile Kraftstoffe im Verkehrssektor mindesten 3,25 Prozent Biokraftstoff enthalten müssen. Bis zum Jahr 2020 soll dieser Anteil noch auf 10 Prozent angehoben werden. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen haben sich nun führende britische Unternehmen zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Pyrolyse-Prozesses zusammengeschlossen.

Der größte Vorteil des Prozesses besteht darin, dass organische Abfallprodukte verwendet werden können, und daher durch die Vermeidung von Methan-Emissionen höhere CO2-Einsparungen gegenüber herkömmlichen Biokraftstoffen wie Biodiesel aus Pflanzenölen oder Ethanol aus Agrarprodukten erzielt werden können. Ein weiterer Nebeneffekt ist eine Reduzierung der Abfall-Deponie-Auslastungen. Aus Siedlungsabfällen und holzartiger Biomasse sollen so zukunftsfähige Biokraftstoffe produziert werden.

In der geplanten Pilotanlage sollen ab dem Jahr 2014 zunächst 250 Kilogramm pro Stunde an Biokraftstoff produziert werden. Die Produktion soll in den Folgejahren dann Schritt für Schritt auf bis zu zwei Millionen Tonnen pro Jahr hochgefahren werden. Die Versorgung mit Input-Materialien soll ausschließlich aus Groß Britannien gesichert werden.
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