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09. Februar 2010
 

Frontal21

 
Nächste Sendung: 23.02.2010

Zweifelhafte Geschäfte in der Bundesliga

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Fussball

Vorwurf: Bruch von FIFA-Regeln

FC Bayern München und SV Werder Bremen in der Kritik

Bayern München und Werder Bremen stehen wegen ihrer Transfergeschäfte in der Kritik. Experten werfen beiden Clubs vor, gegen FIFA-Regeln verstoßen zu haben.

 
 
 
 

Bei Werder geht es um Zahlungen an die Firma des peruanischen Spielervermittlers Carlos Delgado für den Transfer von Roberto Silva. Statt an den abgebenden Verein Sporting Cristal Lima zahlte Bremen die Transfersumme an Delgados Firma im Steuerparadies Panama.

Sportanwalt Christian Krähe. Quelle: ZDF
ZDF
Sportanwalt Christian Krähe: "Dubioses Geschäft"

Sportanwalt Christian Krähe sagt im Frontal21-Interview: "Wenn der SV Werder Bremen eine Entschädigungszahlung an eine andere Gesellschaft durchgeführt hat, so handelt es sich um einen klaren Verstoß gegen das FIFA-Reglement." Bremen rechtfertigt die Zahlung damit, dass Delgado eine Vollmacht des peruanischen Clubs besessen habe.

"Dubioses Geschäft"

Auch Bayern München macht mit Delgado Geschäfte und überweist Provisionszahlungen an Delgados Firma in Panama. Für Krähe ebenfalls ein Bruch von Fifa-Regeln. Bayern erklärt, die Münchner Finanzbehörden hätten bei einer Betriebsprüfung an den Geschäften nichts auszusetzen gehabt.

Reinhard Kilmer. Quelle: ZDF
ZDF
Steuerfahnder Reinhard Kilmer: "Unsauberes Geschäft"

Doch Steuerfahnder Reinhard Kilmer sagt im Frontal 21-Interview: "Für mich gibt es eigentlich nur zwei Gründe. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass die verantwortlich handelnden Personen augenzwinkernd gewusst haben, dass es hier um ein unsauberes Geschäft geht. Oder aber: Man ist von einer derartig großen Einfältigkeit geprägt, dass man eigentlich nicht auf diesen Stuhl gehört."

Nach Informationen von Frontal21 ermitteln nun auch Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen.