Die Dokumentation von Stefan Aust und dem Frontal21-Redaktionsleiter Claus Richter analysiert die Situation der Bundeswehr in Afghanistan zu Beginn des Jahres 2010, begleitet amerikanische Soldaten im Grenzgebiet zu Pakistan und schildert die Geschichte dieses Krieges, der nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit der Jagd auf Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden begann.
Im so genannten "asymmetrischen Krieg" kämpfen in Afghanistan modern ausgestattete Truppen gegen eine Guerillaarmee von Glaubenskriegern, deren Spezialität Hinterhalte und Selbstmordattentate sind. Die neue amerikanische Strategie setzt demonstrativ auf Verständigung mit der afghanischen Bevölkerung. Der Deutsch-Amerikaner Patrik Potts ist einer der GIs, die mit Soldaten der Afghanischen Nationalarmee ANA durch die Ortschaften patrouillieren.
Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, wirft im Frontal21-Interview der Bundesregierung vor, mit ihrer Informationspolitik den Afghanistan-Einsatz zu beschönigen und damit die Soldaten aus politischen Gründen einem höheren Risiko auszusetzen. Dieses Verhalten, so Kujat, sei "nicht nur unzulässig, sondern ich halte es für skrupellos" - der schwerste Vorwurf, den ein Offizier seiner politischen Führung machen kann.
Die deutsche Politik hat über Jahre die Rolle der Bundeswehr in Afghanistan als "Stabilisierungseinsatz" verharmlost. Bis zum 4. September 2009: Auf Befehl eines deutschen Offiziers werden zwei von der Taliban entführte Tanklastwagen bei Kunduz bombardiert. Über 140 Menschen kommen dabei ums Leben - darunter viele Unschuldige. Sehen Sie hier das Video des Luftangriffs.
Hier können Sie sich ausführlich über die Geschichte, Staatsform und Wirtschaft des Landes am Hindukusch informieren. Außerdem erfahren Sie mehr über den ISAF-Einsatz - auf einem interaktiven Rundgang. [Interaktiv]