von K. Deventer, L. Gümbel, S. Judzikowski und D. Nowak
Schweinegrippe-Impfung: Selbst Ärzte und Apotheker haben da wenig Ahnung. Denn das Impfserum wird in einem neuartigen Verfahren entwickelt und enthält neue Wirkstoffe. Derzeit wird getestet - ganz eilig, denn der Impfstoff soll schneller da sein als eine mögliche zweite Welle der neuen Grippe. Für den Herbst sind 50 Millionen Impfdosen geordert. Kosten: 450 Millionen Euro. Die Arzneimittelhersteller können sich bedanken, auch bei der Weltgesundheits-Organisation WHO.
Der Herausgeber des pharmakritischen "arznei-telegramms", Wolfgang Becker-Brüser, hat im Frontal21-Interview die von der Bundesregierung beschlossene Massenimpfung gegen die Schweinegrippe scharf kritisiert: Hier werde ein wenig erprobter Impfstoff direkt an Millionen von Menschen verabreicht, so der Experte. Dabei seien die Nebenwirkungen noch nicht ausreichend erforscht. Die Impfung von rund 25 Millionen Menschen sei zudem "überflüssige Geldverschwendung", da die Grippe bislang sehr milde verlaufen sei.
Obwohl deutsche Hersteller früh mit der Entwicklung von Elektroautos begonnen haben, setzt heute die Konkurrenz aus Fernost und Norwegen die Akzente. Frontal21 zeigt in einer Bildergalerie Prototypen, Kleinserien und Autos für den Massenmarkt aus deutscher und internationaler Produktion. [Bilderserie]
Der August-Bericht der Deutschen Bundesbank warnt: "Die Lage der Staatsfinanzen verschlechtert sich im laufenden Jahr drastisch." Und: "Die staatlichen Schulden werden sprunghaft auf eine Größenordnung von 1,75 Billionen Euro steigen." Doch in den Wahlprogrammen der Parteien gibt es kaum Lösungsansätze. Nur die FDP schlägt ein absolutes Neuverschuldungsverbot vor.
Die großen Parteien geben sich im Wahlkampf angesichts des drastisch steigenden Schuldenbergs gelassen. In ihren Wahlprogrammen findet das Thema nicht statt. Den Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Professor Thomas Straubhaar, überrascht das nicht. Er fordert im Frontal21-Interview dringend dazu auf, die staatlichen Ausgaben einzudämmen. Sonst werde die Last für künftige Generationen immer größer.
Im Interview mit Frontal21 kritisiert der Direktor des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Professor Michael Hüther, die Wahlprogramme der Parteien. Er nennt sie "eine ziemliche Enttäuschung".