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Stimmen zum Urteil gegen Pussy Riot
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"Pussy Riot" zeigen Putins Kurs auf
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Pussy Riot-Aktion
Herta Müller im aspekte-Interview
Stimmung vor dem Urteil
Es drohen mehrere Jahre Haft
Gemäß ihrer Forderung und ihres Mottos "Wir sind alle Pussy Riot" haben sich Hunderte Oppositionelle mit ebensolchen Masken vor dem russischen Gericht eingefunden. Hier wird eine junge Generation sensibler, kämpferischer Russen sichtbar, die es bisher so nicht gegeben hat.
Die politische Öffentlichkeit in Russland erwacht
Für Piotr Wersilow, Ehemann der angeklagten Nadescha Tolokonnikova und Mitglied der Künstlergruppe „Woina“, erwacht in diesen Tagen zum ersten Mal die politische Öffentlichkeit in Russland. Auch Michael Schindhelm, internationaler Kulturberater, beobachtet die Entwicklung einer urbanen Subkultur, deren Anhänger sich von Putin nichts mehr verbieten lassen. Besonders im Internet werden nach seiner Meinung viele Diskussionen geführt, die im realen öffentlichen Raum nicht möglich sind und einen immensen Einfluss auf das soziale Klima haben. Am besten auf den Punkt gebracht hat es sicherlich eine der Aktivistinnen selbst. Nadescha Tolokonnikowa schrieb aus der Untersuchungshaft an ihre Unterstützer: "Wir sind glücklich, dass wir unabsichtlich das Epizentrum eines großen politischen Geschehens geworden sind, das so viele verschiedene Gruppen einbezieht … Ganz egal, wie das Urteil lautet: Wir und ihr gewinnen sowieso. Wir und ihr gestalten derzeit eine große und wichtige politische Bewegung, und Putins System kann immer schwieriger damit umgehen."

