zurück Startseite

Sendung  

Kungelei um Milliarden

Ex-Ministerpräsident Mappus und sein Banker-Freund

Nur mit strenger Geheimhaltung und unter Bruch der Verfassung hat Stefan Mappus (CDU), ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Ende 2010 knapp die Hälfte der Anteile an dem Energieversorger EnBW für das Land zurückgekauft. Mit 4,7 Milliarden Euro steht der Steuerzahler in der Pflicht. Jetzt hat ein Untersuchungsausschuss im Stuttgarter Landtag Hintergründe des Skandals zu Tage gefördert. 

Der Beitrag als Video

Ein Untersuchungsausschuss im Stuttgarter Landtag hat Hintergründe des EnBW-Skandals zu Tage gefördert. Interne Mails der Investmentbank Morgan Stanley belegen, wer hinter den Kulissen die Fäden zog.

(10.07.2012)

"Nicht unser Demokratieverständnis"

Im Interview mit Frontal21 distanziert sich der CDU-Fraktionschef in Baden-Württemberg, Peter Hauk, vom Vorgehen des früheren Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) beim EnBW-Deal. "Das ist nicht das Politik-, das Demokratieverständinis der CDU, das sich dort widerspiegelt", sagte er. Es dürfe sich kein Politiker, kein Ministerpräsident in die Hand eines Bankers begeben.

(10.07.2012)

"Verlust an politischen Sitten"

Mangelnden Respekt vor der Verfassung wirft der Tübinger Politikwissenschaftler, Professor Hans-Georg Wehling, dem Exministerpräsidenten von Baden-Wü, Stefan Mappus (CDU), vor. Der hatte zusammen mit Dirk Notheis, Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley, den Rückkauf französischer EnBW-Anteile eingefädelt. Der Geheimdeal zeuge von einem "Verlust an politischen Sitten", so Wehling gegenüber Frontal21.

(10.07.2012)

Frontal21 vom 15. März 2011

Zum Wahlkampfauftakt ließ sich Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) feiern - als Garant für eine solide Wirtschaftspolitik, sparsam und solide wie die schwäbische Hausfrau. Stimmt das wirklich?

(15.03.2011)

von St. Judzikowski, R. Rauschenberger und C. Rohde

Dokumente zum EnBW-Deal:

Interne Mails der Investmentbank Morgan Stanley belegen: Dirk Notheis, Deutschland-Chef des Geldhauses und enger Freund von Stefan Mappus, zog hinter den Kulissen die Fäden. Er gab dem Ministerpräsidenten bis ins Detail vor, was zu tun sei. Der gehorchte. Beobachter wie der Tübinger Politikwissenschaftler Hans-Gorg Wehling sind schockiert: „Das hätte niemand für möglich gehalten, dass ein Banker einen Ministerpräsidenten wie eine Marionette führt.“ Morgan Stanley kassierte dafür Millionen, das Land beklagt einen Schaden in Milliardenhöhe.

Ermittlungen wegen Untreue

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Rückkauf der EnBW-Aktien ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den früheren baden-württembergischen CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus und den Banker Dirk Notheis wegen Verdachts der Untreue und Beihilfe zur Untreue. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Dazu sollten im Laufe des Tages mehrere Geschäftsräume und Wohnungen durchsucht werden. Aus einem Gutachten des Landesrechnungshofes hätten sich «zureichende tatsächliche Anhaltspunkte» für den Tatverdacht ergeben, hieß es. (Quelle: dapd)

10.07.2012

Sendetermine


28. Mai 2013 21:00


Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.



 
* Pflichtfelder  
Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen