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Zu krank für die Versicherung

Privatpatienten ohne ausreichend Schutz

Eine private Krankenversicherung abschließen: für viele Deutsche der Traum vom Patienten erster Klasse - ohne Wartezeiten, dafür Chefarztbehandlung. Einer aktuellen Studie zufolge gibt es aber offenbar gravierende Mängel. Das heißt: Privatpatienten müssen teure Behandlungskosten oft selbst tragen. 

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Eine private Krankenversicherung abschließen: für viele der Traum vom Patienten erster Klasse. Doch immer häufiger greifen private Krankenkassen zu extremen Mitteln, um teure Versicherte loszuwerden.

(10.07.2012)

Interview: "PKV hat Transparenzproblem"

Der Unterbehmensberater Claus-Dieter Gorr hat für eine Studie das Krankenversicherungssystem unter die Lupe genommen. Danach sind Privatpatienten nicht so erstklassig versichert, wie viele glauben.

(10.07.2012)

Interview: Staat hat nicht aufgepasst

Mangelnde staatliche Regulierung hat laut Aussage des Kieler Gesundheitsökonomen Thomas Drabinski zu einem Marktversagen des PKV-Systems geführt.

(10.07.2012)

von Jörg Göbel und Christian Rohde

Auch Sabine K. dachte, sie bekommt eine bessere Absicherung und wechselte in eine private Krankenversicherung. Doch kurz nach dem Wechsel diagnostizieren Ärzte Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Versicherung kündigt den Vertrag, wirft ihr arglistige Täuschung vor. Grund für den Ärger ist ein falsch gesetztes Kreuz bei Antragstellung. Immer häufiger greifen private Krankenversicherungen zu extremen Mitteln, um teure Versicherte loszuwerden, meinen Experten. Nun ist Sabine K. todkrank und muss die teure Therapie aus eigener Tasche bezahlen.

Studie kritisiert PKV-Tarifdschungel

Eine aktuelle Studie hat jetzt das Krankenversicherungssystem in Deutschland unter die Lupe genommen. Danach sind Privatpatienten nicht so erstklassig versichert, wie viele glauben. Experten des Kieler Instituts für Mikrodaten-Analyse und der Frankfurter Beratungsfirma PremiumCircle haben 208 Tarifsysteme von 32 privaten Krankenkassen überprüft. Aus den 1567 Kombinationen bezüglich der abgesicherten Leistungen sowie der verschiedenen Alters- und Geschlechtskombinationen ergäben sich 250.000 unterschiedliche Preise, berichten die Studienautoren. Sie kritisieren fehlende Transparenz und unzureichende Beratungskompetenz bei den privaten Versicherern.

Laut Aussage des Kieler Gesundheitsökonomen Thomas Drabinski habe eine mangelnde staatliche Regulierung zu einem Marktversagen des PKV-Systems geführt. Gegenüber Frontal21 sagte er: "Der Gesetzgeber muss darauf hinwirken, dass das System der PKV transparent wird in Bezug auf die Leistungen, den Versicherungsschutz, aber auch auf die Preise, auch in Bezug auf die ausgeschlossenen Leistungen."

10.07.2012, Quelle: zdf

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28. Mai 2013 21:00


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